Dank und Wertschätzung für die Dienste in der Gemeinde

Zu Pfingsten wurde in der Gemeinde Hannover-Süd das Ergebnis einer Aktion präsentiert, bei der die Gemeinde aufgefordert worden war zu schreiben, wem und wofür jeder Einzelne dankbar ist.

Auf einigen Bildern sind exemplarisch einige Gruppen zu sehen, denen gedankt wurde. Andere Bilder zeigen die Momente nach dem Pfingst-Gottesdienst, in denen eine Dankesrede vorgetragen wurde.

In Folgenden ist ein Ausschnitt aus dieser Dankesrede zu lesen:

„Wir stehen hier am Ende einer besonderen Dank- und Wertschätzungsaktion und das Ergebnis hat uns überwältigt. So viele Geschwister sind unserem Aufruf gefolgt und haben uns geschrieben, zum Teil per Hand, zum Teil per Mail. Manchmal gab es einzelne Namen, denen ein sehr persönlicher Dank ausgesprochen wurde. Manchmal wurden unterschiedliche Gruppen genannt, ohne die das Gemeindeleben nicht funktionieren würde. Wir haben es heute im Gottesdienst und in der Lesung gehört: Alle Gaben kommen aus Gottes Geist, er schenkt sie in all ihrer Vielfalt und alle brauchen einander mit ihren verschiedenen Gaben, damit die Gemeinde lebt und blüht.

Ihr alle tragt dazu bei, dass die Gemeinde lebt. Und obwohl viele von euch gar nicht erwarten, dass ihnen ständig gedankt wird, tut es doch sehr gut – und zwar sowohl der dankenden Person als auch der Person, die den Dank empfängt. Danken zeigt, wie reich wir eigentlich sind.

Danke an alle, die ihre Gaben der Gemeinde zur Verfügung stellen. Danke für alle Zeit, alles Geld, alle stillen und lauten Gedanken, alle Tätigkeiten, jedes Gebet, jedes liebe Wort, jede Umarmung. Danke euch allen, die ihr unermüdlich im Verborgenen arbeitet, Anteil nehmt, Impulse gebt, Wege einschlagt, nicht lange fragt, sondern einfach macht, was getan werden muss. Natürlich sind wir verschieden und nicht alles gefällt allen – aber oft gibt es Kompromisse (z. B. einen Gottesdienst mit moderner Musik, den nächsten wieder traditioneller) und häufig ist es auch möglich, eigene Gedanken zu äußern und Dinge weiterzuentwickeln.

Zum Glück gibt es ganz viele Stellen in der Gemeinde, an denen etwas getan werden kann, sodass hoffentlich alle einen Platz für sich finden können. Oft hilft es, sich mit anderen Personen zusammenzutun, um etwas auf die Beine zu stellen. Und ich bin mir sicher, dass auch noch ganz viel Neues entstehen kann, wenn jemand eine gute Idee hat.

Die Idee zu dieser Aktion beispielsweise ist aus verschiedenen Situationen nach und nach gewachsen: Zunächst gab es das World Café im Herbst mit der Idee, einzelne Personen für ihren Dienst in der Gemeinde zu ehren. In verschiedenen Gesprächen, u.a. mit der Gemeindeleitung, den Frauen beim Frauenforum und schließlich mit einigen Schwestern, die die Aktion vorbereitet haben, entstand nach und nach die Form, in der die wertschätzenden Worte nun präsentiert werden.

Ich wünsche uns allen, dass wir Raum finden, um die eigenen Gaben zu entfalten, und ein gutes Maß finden, um für die Aufgaben zu brennen, aber nicht zu ‚verbrennen‘... Außerdem wünsche ich uns, dass wir wertschätzend auf die Tätigkeiten der anderen schauen zu können. Dann glaube ich, dass unsere Gemeinde blühen und wachsen kann und sich positiv entwickelt.“

Damit jeder ganz in Ruhe die Danksagungen lesen kann, wurden die vielen Zettel an einer Schnur befestigt und an der Rückwand des Kirchenschiffs aufgehängt.

Einige Zettel wurden so an eine Metaplanwand geheftet, dass sie ein Herz bilden. Das Bild wird hier bewusst etwas unscharf wiedergegeben, damit keine einzelnen Namen zu lesen sind (Datenschutz).