Andachtchor Hannover-Nord erlebt Chorfreizeit im Erzgebirge

Nach der ersten Chorfreizeit 2011 auf der Nordseeinsel Borkum trafen sich die Sänger des Andachtchores diesmal in Sosa im Erzgebirge. Unter dem Thema: „Mit Gott leben jeden Tag“ wurde vom 11. bis 14. Juli 2013 unter der musikalischen Leitung von Sabine Wolter Chorliteratur aus fünf Jahrhunderten erarbeitet.

Ziel war es, die Werke im Klang ihrer Zeit zu Gehör zu bringen. Komponisten von Johann Christoph Altnikol (Schüler und Schwiegersohn von Johann Sebastian Bach) über Johannes Brahms bis zu Komponisten der Neuzeit, wie John Rutter, bildeten das zu erarbeitende Repertoire.


Gestartet wurde mit einer ersten Abendprobe am Donnerstag. Am Freitag folgte ein Probenmarathon von fast sechs Stunden. Die Probenarbeit endete mit der Generalprobe am Samstag Nachmittag. Erster Höhepunkt der Chorfreizeit war die Abendandacht am Samstag in der neu erbauten Kirche in Schönheide - Sprecher: Ralf Wolter, Organist: Dierk Wolter (Gemeinde Burgdorf), Klavierbegleitung: Edmund Quaritsch (Gemeinde Wietze), musikalische Leitung: Sabine Wolter. Der Bezirksälteste Mathias Voigt und der Gemeindevorsteher Evangelist Ullrich Wienhold begrüßten die Sänger besonders herzlich. Der Chor erlebte eine hervorragende Akustik in dieser Kirche, die auch durch die zahlreich erschienenen Zuhörer nicht an Qualität verlor.

Ein weiterer Höhepunkt war der Taufgottesdienst am Sonntag, dem 14. Juli, den Bischof Thomas Matthes in der Gemeinde Zschorlau hielt. Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes übernahm der Andachtchor. Zwei Musiktitel- vor dem Gottesdienst und zum Abschluss - sangen Gemeinde- und Andachtchor gemeinsam.

Neben der Chorarbeit war genügend Zeit für schöne Gespräche, Abendspaziergänge, z.B. zum Anzünden eines Erdmeilers durch Angehörige des Köhlerhandwerks, zum Erkunden einer nahegelegenen Talsperre oder für einen Abendspaziergang mit Blick auf die wunderschöne Landschaft des Erzgebirges. Kulinarisch wurden die Sänger mit Soljanka (säuerlich scharfe Suppe der osteuropäischen Küche), Schiebböker (eine erzgebirgische Käsespezialität) und Hirschbrat’n versorgt.

Den Abschluss der Freizeit bildete ein Mittagessen mit dem Bezirksältesten Voigt in Aue. Im Gespräch wurde hier nochmal deutlich, dass das gewählte Motto der Chorfreizeit mit der dazugehörigen Chorliteratur sehr schön zum Gottesdienstthema passte – eine runde Sache.

Autor und Fotos: R.W./S.W.