Kinderfreizeit 2013 - „Ab durch die Wüste“

Wieder einmal war es so weit. Fortsetzung einer schönen Tradition: Kinderfreizeit in Müden an der Örtze. Am Freitag, 07. Juni 2013 ging es los. Bei schönem Sonnenschein – was wir nach den letzten Regentagen als ein ganz besonderes Geschenk empfunden haben – erreichten wir die Jugendherberge in Müden. Aus allen Richtungen kamen kleine und größere Kinder und ihre Betreuer samt ihrem Gepäck an. Freudig wurden wir von Schwester Ute Kühn empfangen.

Zunächst bekamen wir ein Betreuer-Zimmer zugeteilt. Ein schöner Raum – sogar mit Dusche :-) . So, wie für alle, galt auch für uns: Einigen, wer im Etagenbett oben und wer unten schläft und dann natürlich Betten beziehen. Das war recht schnell erledigt und dann ertönte auch schon bald die „Sirene“, welche zum Sammeln auf dem Vorplatz rief. Dort wurde die Kinderfreizeit 2013 mit Gesang und Gebet begonnen. Ute las eine Grußmail von Bischof Sommer vor.

Danach gab es das erste gemeinsame Abendbrot. Lecker war es und eine sehr reichhaltige Auswahl. Fröhliches Stimmengewirr im Speiseraum. Gemeinsam dann Geschirr wegräumen, und Tische sauber verlassen. Anschließend trafen sich die Betreuer im „kinderfreien Raum“ und wurden dort in unsere Aufgaben eingewiesen. Es wurden Gruppen gebildet und jede Gruppe erhielt eine Aufgabe für die Mitgestaltung zum Gottesdienst am Sonntag.

Der Abend wurde dann auf dem schönen Freigelände bei Lagerfeuer, Stockbrot und Ballspielen verbracht. Die Zeit verging wie im Flug.

Gegen 23.30 Uhr ging es dann Richtung Zimmer.

Früh am Samstag begann bei wiederum herrlichem Sonnenschein der 2. Tag der Kinderfreizeit. Um 07.50 ertönte unsere „Sirene“ – wir trafen uns im Vorraum der Jugendherberge und begannen den Tag mit Gesang und dem Morgengebet. Dann ging es zum Frühstück in den Speiseraum. Auch das Frühstück schmeckte köstlich. Egal, ob „süßer oder herzhafter Typ“: Jeder fand etwas für seinen Geschmack.

Im Anschluss an das Frühstück durften die Gruppen mit einer Rallye starten. Mit viel Phantasie waren Stationen errichtet, welche daran erinnern sollten, wie das Volk Israel damals durch die Wüste wanderte.

Da sollte aus Knetmasse ein goldenes Kalb errichtet werden, die Stiftshütte auf- und wieder abgebaut werden, Pyramiden gebaut werden, im finsteren Keller der Jugendherberge „durften“ allerlei Plagen erlebt werden. Und schließlich ging es darum, das gelobte Land zu finden.

Diese Station wurde von mir betreut. Auf einem „Wiesenteppich“ hatte ich einen sehr bequemen Liegestuhl und neben mir Milch und Honig – in Form von Kinder-Milchschnitte. Ein wahrhaft schöner Ort. Einziger Nachteil: Es dauerte schon recht lange, bis das „gelobte Land“ erreicht wurde. Jens erhielt zwischendurch eine SMS von mir: „Ich fühle mich einsam so allein im gelobten Land“. Aber auch das war dann geschafft und alle Gruppen konnten sich mit „Milch und Honig“ stärken und waren sehr begeistert, dass sie nicht einmal ein Rätsel lösen mussten oder eine Aufgabe erfüllen :-).

Nach dem Mittagessen durften wir XXL-Spiele spielen oder am Örtze-Strand die Sonne genießen.

Am Abend war dann „bunter Abend“. Kindergruppen spielten Sketche und es fand die Prämierung des am schönsten gestalteten „goldenen Kalbs“ statt. Eine aufgebaute Musikanlage sorgte für den nötigen Rahmen zur Kinder-Disco. Kindern und Betreuern war allerdings anzumerken, dass die Nacht zuvor schon recht kurz gewesen war und natürlich war auch der Gedanke da, dass wir den Open-Air-Gottesdienst doch lieber etwas ausgeschlafener erleben wollten. So war an diesem Abend gegen Mitternacht schon eine schöne Nachtruhe erreicht.

Die zweite Nacht im Etagenbett war schon etwas vertrauter und der Schlaf etwas fester. Gegen 06.00 Uhr hieß es dann allerdings: Raus aus dem Bett. Duschen, Tasche packen, Bett abziehen und Zimmer besenrein fertig machen. Mit gutem Appetit ging es zum Frühstück. Im Anschluss an das Frühstück wurde mit den Vorbereitungen für den Gottesdienst am Örtze-Strand begonnen. Eine Verstärkeranlage wurde aufgebaut, der Altar, welchen wir mit Blumen und von den Kindern bemalten Steinen schmückten, wurde aufgestellt. Dann war es so weit: Alle versammelten sich auf dem Vorplatz der Jugendherberge. Ein Lied wurde angestimmt und Priester Jörn Wrede (Dienstleiter) zog voran und alle Kinder und Betreuer hinterher. Am Sandstrand waren Decken ausgebreitet und in kleinen Gruppen ließen wir uns dort nieder. Nach kurzer „Chorprobe“ begann dann der Gottesdienst. Grundlage war ein Bibelwort aus Jesaja: „Fürchte dich nicht, Gott ist da“. Priester Wrede zeigte in seinem Dienen auf, dass genau, wie schon damals das Volk Israel, wir auch heute immer noch Gott an unserer Seite haben und ER sich immer wieder von uns erleben lässt. Priester Jens Christophersen ging in seinem Mitdienen auch noch einmal besonders darauf ein, dass wir doch sicherlich alle schon Situationen erlebt haben, in denen wir auch ganz besonders die Hilfe Gottes erlebt haben. Diese Frage richtete er an die Kinder. Zwei Schwestern fassten die Aussagen der Kinder zusammen und schrieben sie auf in Wolkenform zugeschnittene Zettel.

Im Gottesdienst wurden 4 Rollenspiele, in denen Situationen des Volkes Israel dargestellt wurden, von den Kindern auf eindrucksvolle Weise dargeboten. Nach der Feier des Heiligen Abendmahls, welches musikalisch von einem kleinen „Betreuer-Chor“ umrahmt wurde, dem Schlussgebet und dem Schlusssegen endete ein ganz besonderer Gottesdienst.

Mit gutem Appetit zog unsere Schar zum Speiseraum und ließ sich das Sonntagsessen – Schnitzel und Pommes – so richtig gut schmecken.

Dann ertönte noch einmal unsere „Sirene“. Wir trafen uns für das Abschiedsfoto auf dem Vorplatz. Mit dem gemeinsam gesungenen „Laudato si“ endeten drei wunderschöne Tage. Zum Glück nicht ohne Ausblick auf Wiederholung: Nächstes Jahr im Juli ist es wieder so weit.

Wir freuen uns schon heute darauf.

Fazit: Alle Vorbereitungen haben sich richtig gelohnt. Es war eine wunderschöne Gemeinschaft. An keiner Stelle gab es Unfrieden. Selbst beim Anstehen im Speisesaal hörte man nie ein „Herum Meckern“ oder Quengeln. Alle sind friedlich und harmonisch miteinander umgegangen, brauchte mal jemand Hilfe, so war sofort jemand da.

Ich werde diese drei Tage nicht vergessen und gerne daran zurückdenken.

Noch eine Bitte: Damit es auch in Zukunft noch Kinderfreizeiten geben kann, ist der Verein „KFZ4ever“ dringend auf Spenden angewiesen. Wer kann und mag, ist herzlich gebeten, etwas in „unsere Zukunft“ zu investieren. Gerne mit einem einmaligen Betrag. Aber auch eine sogenannte Förderspende mit einem regelmäßigen Betrag (monatlich, viertel- oder halbjährlich) ist herzlich willkommen.

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Autor: BC, Fotos: BK