Wie fein und lieblich ...

„Wie fein und lieblich, wenn unter Brüdern und unter Schwestern die Eintracht wohnt." Das gilt natürlich und auch erst recht für Senioren/Innen. Vor geraumer Zeit hatten wir die Senioren aus Harsefeld hier in der List zu Besuch und waren auch mit unseren Senioren auf Gegenbesuch in Harsefeld. Diese Begegnungen sind ja – schon wegen der räumlichen Entfernungen – nicht alltäglich. Aber durch die freudigen Begegnungen haben wir sie in bleibender Erinnerung behalten.

So reifte der Plan, anlässlich eines Besuches von York und des „Alten Landes“ auch die lieben Senioren in Harsefeld wieder einmal zu besuchen.

Gedacht – getan. Die Vor-Absprachen waren schnell getroffen und die „Harsefelder“ luden uns herzlich zu Kaffee und Kuchen ein. (Den Kuchen wollten wir zwar mitbringen, aber das ließ die Gastfreundschaft der Seniorinnen aus Harsefeld nicht zu.)

So starteten wir um 8.30 Uhr mit 37 Geschwistern bei leichtem Regen, aber dennoch frohgemut in Richtung Norden. Die Umfahrung von Buxtehude kostete uns viel Zeit und so kamen wir mit Verspätung in York an. Dort erwartete uns schon eine in „Tracht“ gekleidete Fremdenführerin, die uns kenntnisreich und interessant die Besonderheiten des Ortes, seiner Geschichte und der Schwierigkeiten bei der Be- und Entwässerung des teilweise unter dem Meeresspiegel liegenden „Alten Landes“ nahebrachte. Eine kurze Rast in Lühe mit Blick auf die breite Elbe und bis zu den Hamburger Hafenkränen beendete den Ausflug.

Auf unserem Busparkplatz gab es Kartoffelsalat und Würstchen – (aber nicht zu viel, denn auf uns wartete ja die Kaffeetafel in Harsefeld).

Nach einem Abstecher zum „Herzapfelhof“ mit eingehender Führung wurden wir fast zu „Obstbauern“ ausgebildet. Wir begegnen jetzt den Äpfeln auf unseren Marktständen mit viel mehr Respekt!

Nun wurde es aber Zeit, denn wir waren schon in Verzug geraten. Mit großem Applaus und viel Kuchen und Kaffee wurden wir von unseren Geschwistern empfangen. Man hatte sich vorher Gedanken gemacht, sodass sich eine Sitzordnung ergab, die Harsefelder und Hannoveraner in guten Kontakt brachte. Der Seniorenbeauftragte Arnold Tiedemann widmete den Anwesenden herzliche Willkommensworte, in die der auch anwesende Bezirksälteste i.R. Günter Schacht einstimmte.

Im Nu waren zwei Stunden vergangen – wegen des vielen Kuchens nicht ganz ohne Anstrengung. Eine solch reiche Bewirtung hatten wir nicht erwartet, und so reifte sofort der Gedanke einer Gegeneinladung nach Hannover. Über einen geeigneten Termin und ein entsprechendes Programm werden wir uns zeitnah mit den Verantwortlichen abstimmen.

Uns bleibt, ganz ganz herzlich für die überaus freundliche und liebe Aufnahme und die vorzügliche Bewirtung zu danken. Auf der Heimfahrt im Bus waren die Geschwister voll Bewunderung über die Gastfreundschaft unserer Harsefelder Geschwister.

Text und Fotos: H.K.