Seniorenchor Hannover zu Besuch in Herrenhausen

Schon lange freuten sich die Gottesdienstteilnehmer auf diesen Sonntag und strömten in die neuapostolische Kirche in Hannover-Herrenhausen. Der Seniorenchor Hannover unter der Leitung ihres Dirigenten Hirte i.R. Klaus Gärtner war zu Besuch gekommen. Den Gottesdienst führten die beiden Bezirksältesten Dirk Hiddessen und Karl-Heinz Baumgarte durch.

Für ein volles Haus sorgten auch die Konfirmanden und Religionsschüler mit ihren Lehrern sowie viele Geschwister aus den umliegenden Gemeinden und die Herrenhäuser Geschwister. Die Kinder nahmen parallel zum Gottesdienst an ihren Unterrichten teil.

Bereits vor dem Gottesdienst stimmte der Seniorenchor die versammelte Gemeinde auf den Gottesdienst ein. Zum Auftakt erklang der Kanon:

„Lobe den Herrn, meine Seele, und seinen heiligen Namen.
Was er dir Gutes getan hat, Seele vergiss es nicht, Amen!“

Es folgte die Liedstrophe:

„Wenn Friede mit Gott meine Seele durchdringt, ob Stürme auch drohen von fern,
mein Herze im freudigen Glauben doch singt: mir ist wohl in dem Herrn!“

Anschließend erklang der Kanon:

„Willst du stets glücklich sein, dann mach es so:
Diene dem Herrn allein, und du wirst froh!“

Mit der Textabwandlung „Sing im Seniorenchor, und du wirst froh!“ machte der Seniorenchor Werbung für sich selbst.

Der Männerchor lenkte den Sinn auf den Gottesdienst mit dem Männerchorlied „Gott ist Liebe“.

Als Bibelwort legte Bezirksältester Dirk Hiddessen dem Gottesdienst Römer 8, 35 zugrunde:

„Wer will uns scheiden von der Liebe Christi? Trübsal oder Angst oder Hunger oder Blöße oder Gefahr oder Schwert?“

Der Bezirksälteste stellte am Anfang des Gottesdienstes die Frage: „Wie können wir uns Gott vorstellen?“ Wir Menschen machen uns gern eine Vorstellung. Aber immer stoßen wir sofort an Grenzen, wenn vom Allmächtigen, vom Allewigen und vom Allwissenden die Rede ist. Dennoch: Alles, was uns umgibt, basiert auf der Liebe Gottes. Was immer du tust, Gott hat dich lieb! Auch wenn dich dein Nachbar „bloßstellt“ und wenn deine Bitten nicht erhört werden. Selbst dann, wenn dein Ehepartner, dein dreijähriges Kind oder dein Nächster von deiner Seite genommen wird und du wie mit einem Schwertstreich von ihm getrennt wirst - Gott hat dich dennoch lieb! Das ist nicht immer leicht zu verstehen. Der Bezirksälteste berichtete von einer Legende, die er einmal gelesen hat:

Ein Dorf blickte auf eine gesegnete Ernte eines Jahres zurück und man machte sich Gedanken, wie man Gott für den Erntesegen danken könnte. Im Dorf stand eine Kirche und in dieser war hinter dem Altar ein Kreuz mit dem gekreuzigten Christus angebracht. Man hatte den Gedanken, dem Gekreuzigten aus Dankbarkeit eine goldene Krone auf sein Haupt zu setzen. So geschah es auch und eine wertvolle Krone schmückte das Haupt des Erlösers. Eines Tages schlich sich ein Dieb in die Kirche und er erblickte die wertvolle Krone. Er stieg am Gekreuzigten herauf und stützte sich auf dem Nagel, der dem Gekreuzigten durch die Füße getrieben war. Dabei brach der Nagel plötzlich ab und der Dieb drohte in die Tiefe zu stürzen. Der Legende nach, umfassten jedoch plötzlich die beiden Arme des Gekreuzigten den Dieb und hielten ihn fest. Der Dieb erschrak bis ins tiefste Innere und fragte Christus: „Ist deine Liebe größer, als deine Gerechtigkeit?“
So sollte den Gottesdienstteilnehmern die Größe der Liebe Gottes beschrieben werden…

Der Seniorenchor bekräftigte das Dienen des Ältesten mit dem Lied Nr. 139 aus der Chormappe, in dem es heißt:

„Liebe, die du mich zum Bilde deiner Gottheit hast gemacht,
Liebe, die du mich so milde nach dem Fall mit Heil bedacht,
Liebe, dir ergeb' ich mich, dein zu bleiben ewiglich.“

Der Bezirksälteste Baumgarte stellte in seinem Mitdienen die Frage: „Wer oder wie ist Gott?“ Man muss seine Gegenwart erfahren und sein Nahesein spüren.

Nachdem das Abendmahlslied der Gemeinde verklungen war, sang der Seniorenchor:

„Im Vorgefühl der Himmelsfreuden, jauchzt dir mein Herz voll Liebe zu!
Nun möchte ich die Erde meiden und möchte heim, zur ew'gen Ruh'.
So nah' bei Jesu, das ist Wonne, so nah' bei Jesu, das ist Lust.
So nah' dem Himmel und der Sonne, ist mir die Herrlichkeit bewusst.“

Der Gottesdienst klang aus mit dem Seniorenchorlied:

„Danke, für diesen guten Morgen, danke für jeden neuen Tag.
Danke, dass ich all meine Sorgen auf dich werfen mag.“

Autor: M. St. Fotos: S. Sch.