Erste Seniorenfreizeit Hannover-Nord

Unter dem Motto „Gemeinsam verreisen – Gemeinschaft erleben“ fand die erste Senioren-Freizeit für den Bezirk Hannover-Nord am Wochenende vom 6. – 8. August 2010 statt. Als Ziel war die Begegnungsstätte „Haus Haardt“ in Oer-Erkenschwieck ausgewählt worden.

Dreizehn Senioren, davon zwei Schwestern aus dem Bezirk Hannover-Mitte, fuhren auf Pkw’s verteilt, aber dennoch gemeinsam, am Freitagmittag los. Das fröhliche Erzählen in den einzelnen Autos weckte in uns Organisatoren (Sabine Wolter und Priester Herbert Wenzel, begleitet jeweils durch ihre/n Ehepartner/in) beste Hoffnungen auf ein wunderschönes und herzliches Wochenende – und wir wurden nicht enttäuscht. Aber der Reihe nach:

Zum Eintreffen gab es für jeden, der mochte, auf dem Parkplatz der Begegnungsstätte noch einen kleinen Begrüßungsschluck - dann trafen wir uns im Kaminzimmer zum ersten Kaffee und Kuchen. Inzwischen waren die Zimmer „willkommensfein“ vorbereitet und alle konnten „ihr Reich einnehmen“. Am Abend, nach dem Abendbrot, fand dann eine „Kennenlern-Runde“ statt, die uns alle ob ihrer großen Offenheit und Vertrautheit überraschte und wunderbar auf gemeinsame gute Gespräche einstimmte. Wir nannten sie deshalb auch „Highlight-Runde“. Es war etwas ganz Besonderes, sich im Kreis von Glaubensgeschwistern nicht nur mit Namen und Gemeinde vorzustellen, sondern einen Blick zu werfen auf ein besonderes Highlight, das jeder Einzelne mit dem lieben Gott erlebt hat. Die Grundlage für gute Gemeinschaft war gelegt und der Wunsch nach einer Wiederholung dieser Runde wurde sofort geäußert.

Zum Tagesabschluss hielten wir eine kurze Abendandacht. Hierzu nutzten wir erstmalig den hauseigenen Andachtraum, der sowohl für die erste kleine Chorprobe (Vorbereitung des sonntäglichen Gottesdienstes) als auch für einen würdigen Tagesabschluss den guten Rahmen bot. Ein Text von Anselm Grün lieferte Nachdenkliches und des „Bemerkens Wertes“. Zwanglos und mit guten Gesprächen klang der (Wein-)Abend im Kaminzimmer aus.

Auftakt am frühen Morgen: eine kurze Morgengymnastik mit anschließendem kneippschen Wassertreten – bei wunderschönem Morgenlicht – herrlich! Den darauf folgenden besinnlichen Start – genutzt von allen – stellte eine gemeinsame kurze Morgenandacht mit Bibel-Lesung, Gesang und Gebet dar! Danach war viel Zeit zum „Langschläferfrühstück“ (8:00 bis 9:45 Uhr).

Dann, endlich, Auftakt zum seminaristischen Teil der Freizeit. Kernfrage des gemeinsamen Workshops – ohne provokativen Hintergrund: Ist die „NAK“ noch meine Kirche? Wie gehe ich mit den vielen neuen Dingen um? Welche habe ich wahrgenommen, positiv oder befremdend? Was freut mich an meiner Kirche? und so ähnlich waren die auf (vertrauender Basis) aufgeworfenen Fragen. Ein wunderbares Gespräch im gesamten Teilnehmerkreis entwickelte sich. Die Zeit dazu - zwischen den wohlverdienten Pausen - verging wie im Flug.

Nach dem Mittag dann ein gemeinsamer Ausflug mit Bootsfahrt und Kaffee/Kuchen auf dem Halterner See. Dabei wurde uns allen bewusst, dass uns trotz schlechter Wettervorhersagen die ganze Zeit strahlender Sonnenschein bei gut verträglichen Temperaturen begleitete! Auch an dieser Stelle: Lob und Dank an unseren himmlischen Vater!

Am Abend wurde gemeinsam gegrillt. Es regnete zwar ein wenig, aber wir saßen trocken und die Umgebung und angenehmen Temperaturen ließen keine störenden Gefühle aufkommen. Nach viel Unterhaltung und bester Stärkung fanden wir uns im Kreis bei Kerzenschein zu einem fröhlichen, israelischen Volkstanz zu jugoslawischen Klängen ein. Auf die Frage: “Wann habt Ihr das letzte Mal getanzt?“, kam von einigen das Echo: „Noch nie!“ So wurde es Zeit für diese schöne Erfahrung, es hat uns allen viel Spaß gemacht! Nach dieser Anheizung der Gemüter hieß es dann zur Ruhe zu kommen und den Höhepunkt dieses Tages zu erleben: Wir trafen uns nun im Kaminzimmer, um Lichterandacht mit großer Emotion und einem aus vielen persönlichen Fürbitten durch Evangelist Ralf Wolter gesprochenen zusammenfassenden Fürbittengebetes zu erleben. Nach übereinstimmender Meinung ein besonderes „Highlight“ dieses Wochenendes. Innere Bewegung bei lang anhaltender andächtiger Stille ließen ein großes Maß an Lebenserfahrungen in Höhen und Tiefen offenkundig werden.

Der Sonntag brach an. Alles entwickelte sich hin auf den Höhepunkt, den Gottesdienst im Andachtraum. Auch heute wieder Start mit morgendlicher Gymnastik, aber dann auch stiller Andacht zur Vorbereitung des Gottesdienstes. Dazu hörten wir aus Römer 14, 1-4 (Bruns-Bibel) den Kontext des Bibelwortes für den Gottesdienst. Mit unserem Lieblingslied „Ein neuer Tag beginnt und ich freu mich, Herr, auf dich“ sowie einem kurzen Gebet im Herzen wandten wir uns der leiblichen Stärkung zu.

Vor dem Gottesdienst dann eine „Chorprobe der reifen Stimmen“, um den würdigen Rahmen und musikalischen Anteil vorzubereiten. Ein eigens für die Freizeit zusammengestelltes Liederheft unter dem Titel „Ich freu mich drauf“ war unsere musikalische Grundlage. Jedes vor der Freizeit geführte Gespräch endete mit dem Satz “Ich freu mich drauf“, so bekam unser Liederheft seinen Namen.

Der Gottesdienst, geleitet durch Priester Herbert Wenzel, stand unter dem Wort aus Römer 15,7: "Darum nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob." Auch hier war die Gemeinschaft ein Schwerpunktthema, verbunden mit den Hinweisen, diese zu pflegen und auch auszuweiten, also einladend zu wirken! Kleine Besonderheiten erlebten wir, indem als Einstimmung auf das Gemeinschaftsmahl und die vorlaufende Sündenvergebung die „Freizeitgemeinde“ sich in einem Fürbittengebet vereinte und dann die Feier des Heiligen Abendmahls in einem besonderen Rahmen mit ungesäuertem Brot, eingetaucht in Wein (hier Traubensaft), erlebte. Den Gottesdienst beendete der „Chor der reifen Stimmen“ mit dem ehrlich empfundenen Lied „Danke, mein Vater, für alles, was du schenkst“.

Auch wenn es nun wie aus Eimern regnete und das wintergartenähnliche Glasdach einige Undichtigkeiten offenbarte, tat das dem gemeinsamen Erleben keinen Abbruch. Fast noch zum Gottesdienst gehörte ein kleiner Gedankenaustausch „bei Kuchen und Kirchenkaffee über den GeeDee“ (= sprachliche Kurzform von GD wie Gottesdienst).

Das Wochenende klang aus mit einer Abschlussrunde, die die schönen und tiefgreifenden Eindrücke wiedergab und schon jetzt feste Vormerkungen für das nächste Mal markierte. (Anmeldungen werden ab Platz 18 entgegengenommen).

Ein besonders gutes Gefühl schenkten die Teilnehmer ihren Organisatoren, indem sie noch einmal einen Blick auf die Frage: Ist die NAK noch meine Kirche? warfen. Das Fragezeichen wurde gestrichen und durch ein dickes Ausrufezeichen ersetzt! Ja, die NAK ist noch meine/unsere Kirche, aber es hat gut getan, ja war einfach notwendig, im vertrauten Kreis über so Manches zu sprechen und sich sicher sein zu können, trotz mancher Veränderungen sind wir auf dem richtigen Weg und haben ein gemeinsames wunderschönes Ziel!

Ein „Absacker“ am Auto leitete die Rückreise ein. Diese fand zwar weitgehend bei Regen statt, aber Freude und gute Gedanken begleiteten uns weiter.

Wir vier Organisatoren danken den Senioren für die herrliche und vertrauensvolle Mitarbeit im Durchleben dieser Freizeit!!

R.W. / A. u. H.W.