Kinderfreizeit in Müden (Örtze)

112 Kinder und 48 Betreuerinnen und Betreuer erlebten am zweiten Juliwochenende eine harmonische, bunte und freudige Kinderfreizeit in der Südheide (Niedersachsen).

Wie schon in den letzten Jahren gab es für die Kinder des Bezirkes Hannover-Nord auch dieses Jahr wieder das beliebte Freizeit-Wochenende.

Mit der Planung war bereits unmittelbar nach der Kinder-Freizeit 2005 begonnen worden.Der erste große Schritt war dann mit dem Osterbasar am 25. März 2006 in Celle erfolgt, an dem sich mehrere Gemeinden beteiligt hatten. Der Erlös des Basars bildete die finanzielle Grundlage für das diesjährige Zusammensein der Kinder.

Vom 7. - 9. Juli trafen sich dann 112 Kinder und 48 Betreuer in der Jugendherberge in Müden (Örtze) mitten in der Südheide. Die Teilnehmer kamen aus dem Bezirk-Hannover Nord, einige auch aus befreundeten Gemeinden der umliegenden Bezirke. Die Jugendherberge war mit den 160 Teilnehmern der Freizeit komplett belegt, so dass der vorgesehene Ablaufplan ohne Einschränkung durchgeführt werden konnte. Unter dem Motto "Leben zur Zeit Jesu in Israel" war die Zeit von Freitagnachmittag bis Sonntagmittag mit vielen Aktivitäten ausgefüllt.

Nachdem am Freitagnachmittag alle ihre Schlafstätte gefunden und hergerichtet hatten und das erste gemeinsame Mahl eingenommen worden war, gab es Zeit zum Kennenlernen oder Auffrischen alter Kontakte.

Am Freitagabend fanden die obligatorische kleine und große Nachtwanderung statt, die schon zu einem festen Programmpunkt geworden sind. Bei der kleinen Nachtwanderung hatten die Kinder die Möglichkeit, Tiere in einem Wildpark zu füttern. Wer nach dem Fußmarsch noch nicht schlafen wollte oder konnte, hat sich noch Schlummergeschichten vorlesen lassen. Die Teilnehmer der großen Nachtwanderung mussten sich bis zum Anbruch der Dunkelheit gedulden und wurden dafür im Anschluss an die ausgedehnte Wanderung mit Geschichten am Örtzestrand belohnt.

Am Samstagvormittag ging es mit vier großen Pferdegespannen, viel Gesang und guter Laune auf eine Rundfahrt durch die Südheide.

Am Nachmittag gab es gemäß dem Motto "Leben in Israel zur Zeit Jesu" ein buntes Bastelangebot mit selbst genähten Tuniken, gewebten und geknüpften Bändern und Formen von Salzteig (anstelle von Ton). Zudem konnten Pfeil und Bogen hergestellt werden.

Am späten Nachmittag kam ein Bäcker und backte mit Unterstützung einiger Kinder Brot und Fladenteig(?) im Steinofen. Dann konnte man die in der Bibel beschriebene "Hochzeit zu Kana" erleben. Selbst genähte Gewänder der Kinder, eine anmutige Bauchtanzgruppe und biblische Speisen ließen diese Begebenheit aus alter Zeit lebendig werden. Ein Junge in der Rolle von Jesus ließ sich von 12 Jüngern Wasser bringen und verwandelte es (mittels Brausepulver) in "Wein".

Natürlich kamen auch Spaß und Spiel nicht zu kurz. Über ein kleines Fußballturnier mit vier Mannschaften freuten sich besonderst die jungen Fußballstars, da ja Fußball durch die gerade laufende Fußballweltmeisterschaft sehr aktuell war. Am Abend konnte das für Deutschland entscheidende Spiel um den 3. Platz auf Großleinwand in geselliger Runde verfolgt werden. Andere spielten lieber Volleyball oder Tischtennis oder nahmen das Angebot an Bewegungsspielen wahr. Die Wettfahrt selbstgebauter Rindenschiffchen auf der Örtze war eine echte Gaudi. Hier standen Gemeinschaft und Spaß an erster Stelle. Auch wenn nicht alle gestarteten Schiffchen das Ziel erreichten, konnte ein Sieger ermittelt werden. Teilweise waren die gebastelten Kreationen so aufwendig und schön, dass sie erst gar nicht zu Wasser gelassen wurden.

Am Samstagabend gab es eine Kerzenandacht in der evangelischen St. Laurentiuskirche in Müden, für die Herr Pastor Berndt die Kirche dankenswerter Weise aufgeschlossen hatte. Kinder und Betreuer nutzen die Gelegenheit andächtiger Stille: Jeder stellte eine Kerze in das mit Sand gefüllte alte Taufbecken und schickte dabei einen stillen Wunsch zum lieben Gott empor.

Höhepunkt der Freizeit war der Gottesdienst am Sonntag, den Bezirksevangelist Peter Karrasch unter das Wort aus Lukas 2, 49 stellte: "Wisst ihr nicht, dass ich sein muss in dem, was meines Vaters ist?"Dazu hatten die Kinder der Religionsunterrichts- und Sonntagsschulgruppe aus Celle verschiedene Beiträge vorbereitet, die die Themen "Jesus als Zwölfjähriger im Tempel" und "Unser Gottesdienst heute" anschaulich darstellten. Gemeinsamer Gesang und Beiträge eines kleinen Instrumentalensembles gaben dem Gottesdienst den musikalischen Rahmen.

Am Sonntagmittag verabschiedeten sich ziemlich übernächtigte Teilnehmer nach dem gemeinsamen Lied "Laudato si" freudig voneinander und freuen sich auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr.

R.W./U.K.

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